Warum Ruhe und Entspannung heilsam auf Körper und Psyche wirken

In Zeiten des Termindruckes, Wochenenden voll von Freizeit- und Sportplänen und unterschiedlichsten beruflichen Verpflichtungen kommt das Thema Entspannung bei vielen Menschen viel zu kurz. Bekanntlich ist Stress eine der Hauptursachen für sämtliche körperliche und psychische Beschwerden und trotzdem sind ihm viele von uns zu häufig und zu stark ausgesetzt. Auszeiten nehmen und bewusste Ruhephasen für Körper und Psyche in den Alltag zu integrieren gilt leider bei einigen immer noch als Zeitverschwendung. Dabei ist es nicht nur für die körperliche Leistungsfähigkeit wichtig, ausgedehnte Ruhephasen in den Tag zu integrieren, sondern auch ganz besonders für unsere Psyche. Die Entscheidung liegt bei uns: geben wir uns dem Stress hin oder sagen wir ihm den Kampf an und stellen unsere seelischen und körperlichen Bedürfnisse an erste Stelle. Warum regelmäßige Ruhe- und Entspannungsphasen heilsam auf unseren gesamten Organismus wirken, zeigen wir Euch im folgenden Artikel.

Entspannung beschützt unser Herz
Es ist nicht unbekannt, dass Herz-Kreislauf-Störungen, Bluthochdruck und Herzinfarkte auf ein zu hohes Stresslevel und zu wenig Ruhe zurückzuführen sind. Alle Arten von Stress oder innerer Anspannung können dafür sorgen, dass das menschliche Herz nicht richtig funktionieren kann und aus dem Gleichgewicht kommt. Sie belasten uns also nicht nur im Kopf und sorgen für innere Anspannung, sondern wirken sich unmittelbar auch auf die Herzgesundheit aus. Das Gegenteil gilt für absolute Entspannungsphasen: hier hat auch unser Herzmuskel die Möglichkeit, gewohnt seinem Rhythmus nachzugehen, kommt nicht aus dem Gleichgewicht und kann durch das Ablassen unserer Anspannung auch deutlich entspannter schlagen.

Immun-Boost
Sind wir entspannt, kann unser Immunsystem optimal funktionieren und wir neigen weniger dazu, uns zu erkälten. Studien belegen, dass die Wahrscheinlichkeit sich eine Erkältung oder einen grippalen Infekt einzufangen doppelt so hoch ist, wenn wir unter chronischem Stress leiden. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Körper durch die Stressbelastung so angestrengt ist, dass die Zellen im Immunsystem durchlässig werden und das Immunsystem nicht mehr all seine Kräfte aktivieren kann. 

Die ganz bestimmte Entspannungstechnik
Jede körperliche Entspannungsphase trägt dazu bei, dass auch Kopf und Geist zunehmend entspannter werden. Trotz dessen ist ein ausschließliches „Stillsitzen“ oder mal ein kurzes Nickerchen auf dem Sofa nicht ausreichend, um absolute Entspannung für Körper und Geist herbeizuführen. Hier kommt es auf eine bestimmte und für uns persönlich geeignete Entspannungstechnik an, die positive körperliche Reaktionen erzeugen und den Fluss der alltäglichen Gedanken unterbrechen kann, sodass wir wirklich zur Ruhe finden können. 

Leistungsfähigkeit für Körper und Seele
Alle Entspannungsverfahren tragen dazu bei, dass wir Stresssituationen besser meistern können, leistungsfähiger sind und unsere Konzentrationsfähigkeit sowie Aufmerksamkeit verbessern können. In diesem Modus fällt es uns auch leichter, die richtigen Entscheidungen zu treffen oder mit schwierigen Situationen gut umzugehen. Bei einem entspannten Menschen ändert sich zusätzlich das Schmerzempfinden und die Schmerzbewältigung. Schon 5 bis 10 Minuten täglich – vorausgesetzt man hat eine geeignete Entspannungstechnik für sich selber gefunden – reichen aus, um Energie zu tanken und ein besseres inneres Gleichgewicht zu erreichen.

Das Erleben von Ruhe und Gelassenheit setzt eine innere Energie frei, die wir sowohl psychisch als auch körperlich einsetzen können. Wir sind sozusagen von innen heraus gestärkt – das wirkt sich auf den gesamten Organismus, unsere Emotionen und unsere Laune aus. Bringen wir unseren Körper in einen entspannten, ausgeglichenen Zustand (wie zum Beispiel bei der Meditation oder beim Yoga), kann dies sogar selbstheilende Kräfte aktivieren. Wir nehmen uns bewusst Zeit für uns, sind achtsam und bringen Körper und Geist in einen gemeinsamen Flow, aus dem wir sowohl auf seelischer als auch auf körperlicher Ebene kraftvolle Energie ziehen können.

Gestärkte Alpha-Wellen und positive Emotionen
Entspannen kann man sehr gut während einer Meditation, da sie unsere Alpha-Wellen im Gehirn stärkt. Mit den aktiven und gestärkten Alpha-Wellen haben wir die Möglichkeit, negative Gedankenstrukturen besser auszublenden und uns auf die positiven Dinge des Lebens zu konzentrieren. Folglich dessen können wir erfüllter und auch glücklicher durch den Tag gehen – positive Emotionen und Glücksgefühle können sich besser entfalten. Studien zeigten, dass Menschen, die sich täglich eine Entspannungsauszeit gönnen und ihrem gesamten Organismus Achtsamkeit schenken seltener an depressiven Schwankungen leiden sowie auch seltener eine Depression entwickeln. 

Das Hier und Jetzt 
Unser Körper ist nicht dazu gemacht, kontinuierlichem Stress ausgesetzt zu sein und immer daran zu denken was wann zu machen ist und wie es dann erledigt werden soll. Die Gedanken an das „wenn“ und „dann“ verschleiern uns den realistischen Blick auf das Jetzt. Ist man mit den Gedanken bereits schon zwei Tage in der Zukunft oder hinterfragt angespannt Entscheidungen, die bereits zurückliegen, so ist es nicht möglich, dass wir uns auf den Moment konzentrieren geschweige denn entspannt sind. Für innere Gelassenheit und ein hohes Entspannungslevel ist es wichtig, dass man sich im Hier und Jetzt befindet und besonders, dass man dies auch fühlt. Entspannen heißt nämlich vor allem eins: einfach sein! 

 

Quellen:

https://www.huffingtonpost.com/2014/08/14/stress-awareness-day-relaxation-benefits_n_1424820.html

 

https://www.health-n-life.com/health-prevention/mental-health/relaxation-why-is-it-so-important/

 

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