Muttermilch - 6 häufig gestellte Fragen

Muttermilch enthält genau die richtigen Nährstoffe in genau dem richtigen Verhältnis für ihr Baby. Sie ist entscheidend für die optimale Entwicklung des Säuglings und unersetzbar! Künstliche Muttermilch kann dem Original einfach nicht das Wasser reichen - egal, was die Werbung verspricht.

Muttermilch ist vollgepackt mit tausenden bioaktiven Molekülen, die gegen Infektionen und Entzündungen schützen und die Entwicklung des Immunsystems und des Mikrobiomsfördern.

Viele angehende Mütter haben Fragen bezüglich der Muttermilch und dem Stillen. Die fünf am häufigsten gestellten Fragen haben wir für euch beantwortet.

1. Wie lange sollte man Stillen?

In den ersten 6 Monaten sollte ausschließlich gestillt werden. Jedoch sollte man dem Kind auch danach weiterhin Muttermilch zuführen. Nach anderthalb bis zwei Jahren sollte das Kind abgestillt werden.

2. Wie kann man die Nährstoffe in der Muttermilch optimieren?

Die Studienlage zeigt, dass das Fettsäureprofil der Muttermilch von der Ernährung der Mutter abhängt. Ein extrem wichtiger Nährstoff, um die Muttermilch zu optimieren, sind Omega-3 Fettsäuren. Diese findet man zum Beispiel in Chia-Samen, Lachs, Eigelb oder Walnüssen. Außerdem sollten Omega-6 Fettsäuren in der Ernährung reduziert werden.

3. Brauchen Säuglinge zusätzlich zur Muttermilch Vitamine?

Die Mutter sollte sich gesund ernähren und auf diese Weise dem Säugling alle Nährstoffe über die Muttermilch zuführen. Es wird jedoch empfohlen, dass man seine Ernährung während der Stillzeit über Vitaminpräparate unterstützt. Oft nehmen stillende Mütter eine Kombination aus Vitamin D3, Vitamin K und einem Multivitamin ein. Auch ein Omega-3 Fischöl ist empfehlenswert, um das Fettsäureprofil der Muttermilch zu optimieren.

4. Wie lange kann man Muttermilch lagern?

  • Zimmertemperatur: 4-6 Stunden
  • Kühlschrank: 3-5 Tage
  • Gefrierfach: 6-12 Monate

Wenn die Muttermilch auf diese Weise gelagert wird, dann kann sie dem Säugling problemlos zugeführt werden. Der Nährstoffgehalt kann dadurch jedoch verändert werden.

Studien legen zum Beispiel nahe, dass die Muttermilch nach ca. 48 Stunden keine antioxidative Wirkung mehr besitzt.

Eine Studie zeigte, dass der Vitamin-C Gehalt der Muttermilch bereits nach 20 Minuten um 50% sinkt.

5. Wie beeinflusst Alkohol die Muttermilch?

Alkohol kann auch in der Stillzeit in Maßen genossen werden. Das Entscheidende ist hierbei das Timing des Stillens. Eine Frau mit einem Gewicht von 55kg benötigt etwa drei Stunden, um ein Glas Wein abzubauen. Man muss also jedes Glas Wein mit drei multiplizieren, um die Anzahl der Stunden zu erhalten, in denen man nicht stillen kann.

Eine Studie vom Monell Chemical Senses Center zeigte jedoch, dass Säuglinge im Schnitt 23% weniger Muttermilch zu sich nahmen, nachdem die Mutter Alkohol konsumiert hatte.

6. Wie beeinflusst Koffein die Muttermilch?

Die Studienlage ist hier nicht eindeutig. Am besten man beobachtet, ob das Schlafverhalten des Kindes gestört wird, wenn man Kaffee trinkt. Manche Säuglinge reagieren empfindlich auf Koffein, während andere davon unberührt bleiben.

Nährstoff Muttermilch – Eine perfekte Zusammensetzung

Direkt nach der Geburt produziert der Körper der Mutter Kolostrum. Diese Flüssigkeit wird auch als „flüssiges Gold“ bezeichnet. Kolostrum ist vollgepackt mit Nährstoffen und Antikörpern und gibt ihrem Baby genau das, was es nach der Geburt benötigt. Nach etwa drei Tagen beginnt der Körper normale Muttermilch zu produzieren.

Muttermilch enthält im Durchschnitt 1.1% Protein, 4.2% Fett und 7% Kohlenhydrate, ist reich an Antikörpern, die das Immunsystem stärken, und enthält die Antioxidantien Vitamin C und E. Außerdem enthält sie viele Enzyme, unter anderem Superoxid-Dismutase, Katalase und Glutathionperoxidasen.

Quellen

Human Milk Composition: Nutrients and Bioactive Factors. (Olivia Ballard JD, PhD (candidate) and Ardythe Murrow)

Essential fatty acids in full term infants fed breast milk or formula. (Decsi, I. Thiel, and B. Koletzko)

http://www.llli.org/docs/000000000000000000001_pdf/bftips_and_guide_2013eng-1.2.pdf

Maternal Caffeine Consumption and Infant Nighttime Waking: Prospective Rohort Study. (Iná S. Santos, MD, PhD, et. al.)

Energy Drinks: Implications for the Breastfeeding Mother. (Thorlton J et. al.)

Perspectives on Immunoglobulins in Colostrum and Milk. (Walter L. Hurley and Peter K. Teil)

Beer, Breast Feeding, and Folklore. (Julie Menella and Gary Beauchamp)

Techniques for the storage of human breast milk: implications for anti-microbial functions and safety of stored milk. (Ogundele et. al.)

Comparative analysis of ascorbic acid in human milk and infant formula using varied milk delivery systems. (Francis J. et. al.)

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