Glyphosat - eine Substanz in der Gerüchteküche?

Eine Masse von Informationen zum Thema Glyphosat und Monsanto prasselt seit einiger Zeit auf uns ein. Was ist Glyphosat eigentlich und wer profitiert davon? Ist dieses Pflanzenschutzmittel wirklich so giftig wie immer behauptet wird? Schonmal den Namen „Roundup“ gehört? Kann ich jetzt nur noch BIO kaufen, damit ich den Folgen dieses Mittels ausweichen kann? Wir sind der ganzen Sache auf den Grund gegangen und wollen mit diesem Artikel etwas Klarheit zu schaffen.

Was ist Glyphosat?

Gerücht Nummer 1: Glyphosat ist ein Pflanzengift und kein Insektizit

Gylphosat ist ein Herbizid, das zur Vernichtung von Unkraut eingesetzt wird. Es findet nicht nur in der Landwirtschaft, insbesondere im Obst- und Getreideanbau Einsatz sondern auch bei Kleingärtnern genießt es große Beliebtheit, weil es effektiv Unkraut vernichtet. „Glyphosat ist das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid, von dem in Deutschland weiterhin 51 verschiedene Anwendungen für den Haus- und Kleingartenbereich zulässig sind“, so der NABU.

Wer verkauft Glyphosat?

Gerücht Nummer 2: Hauptproduzent ist China nicht die USA

Jährlich werden im durchschnitt über 600 Tausend Tonnen des Pflanzenschutzmittels hergestellt vor allem von Produzenten in China, Indien und den USA (Farm Chemicals International, 2015). Marktführer weltweit beim Verkauf von Glyphosathaltigen Produkten ist das Unternehmen Zhejiang Wynca Chemical Group Co., Ltd. Mit einem Umsatz von 296 Millionen US-Dollar.

Wer vermarktet Glyphosat?

Hauptabnehmer ist die USA. Dort werden allein 750 verschiedene Produkte, welche dieses Herbizid enthalten, gezählt (NPIC, 2010). Außerdem enthalten siet zahlreiche Zusatzstoffe (Tenside und Chemikalien) (Székács & Darvas, 2012).

1971 ließ das Unternehmen Monsanto Glyphosat als Herbizid patentieren. „Roundup“ heißt das erste Glyphosatprodukt von Montsanto, das 2000 auf dem Markt erschien. Da dieses Mittel günstig zu erwerben war, stiegen viele Firmen ein, um günstiger Weizen anbauen zu können. Heute ist es außerdem wichtiger Bestandteil der Soja-Landwirtschaft. Montsanto hat 2015 einen Jahresumsatz von zwei Milliarden US-Dollar (Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 2015). „Roundup“ ist in Deutschland frei verkäuflich.

Welche Konsequenzen hat Glyphosat für meine Gesundheit?

Gerücht Nummer 3: Glyphosat alleine ist unproblematisch kann aber in Verbindung mit anderen Stoffen schwere Folgen haben

Eine WHO-Studie aus dem Jahre 2015 stufte das Pflanzenschutzmittel als wahrscheinlich krebserregend ein. Demgegenüber nennt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vier Langzeitstudien, die an Ratten und Mäusen durchgeführt wurden. Diesen Studien zufolge hat Glyphosat nur geringfügige Auswirkungen auf Leber und die Speicheldrüse sowie eine Reizung des Magen-Darm-Traktes und der Blase. Das BfR vermutet daher, dass „Schädigungen durch Rückstände nicht zu erwarten sind“. Zu der Einschätzung „dass kein krebserzeugendes Risiko zu erwarten ist“ kam das WHO/FAO-Gremium bei einem Expertenkongress am 16. Mai 2016. Die ganze Sache ist also sehr kontrovers.

Dr. Stephanie Seneff, Massachusetts forschte über Glyphosat in Verbindung mit Autismus und Allergien und stellte dort Zusammenhänge fest: »Aluminium, Glutamat, Quecksilber – alle diese Dinge sind zusammen mit Glyphosat stärker toxisch und ich glaube, das ist der Grund, warum die Impfstoffe mit Autismus in Verbindung gebracht werden«, sagte Dr. Seneff. Sie stellte fest, dass das Herbizid schädlich auf Leber, Nieren und somit auf die natürliche Entgiftung des Körpers wirken kann. Außerdem kann es in Verbindung mit anderen Chemikalien Darmtrakt und Darmbakterien schädigen und somit die Darmfunktion schädigen.

Ist Glyphosat also harmlos für die Gesundheit?

Der massive Chemieeinsatz, der v.a. in auf argentinischen Sojafeldern seit einiger Zeit für Unruhe sorgt findet in den Studien kaum Erwähnung. Untersuchungen zeigen, dass Menschen in Argentinien, die in der Nähe von besprühten Feldern leben, dreimal mehr Krebserkrankungen und  viermal mehr Missbildungen erleiden. Auch in Deutschland klagen Landwirte über zunehmende Krankheiten ihrer Tierbestände sowie Fruchtbarkeitsprobleme, Fehlgeburten und missgebildete Kälber.

Was kann ich tun, um Glyphosat  und andere Gifte zu vermeiden?

Da Glyphosat meistens nicht alleine auftritt, sondern in Verbindung mit anderen Schadstoffen, ist es sinnvoll, biologische Produkte zu kaufen, um Schadstoffe zu vermeiden. Sollten Sie selbst gärtnerisch tätig sein, verzichten Sie auf Pflanzenschutzmittel. Meisten reguliert sich ein gesundes Ökosystem von alleine, ohne, dass wir das Unkraut chemisch vernichten müssen. Das betrifft übrigens auch den Körper. Je mehr es uns gelingt giftfrei zu leben, desto besser reguliert sich unser Organismus. Unterstützen Sie den Körper durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Quellen

www.euractiv.de/section/gesundheit-und-verbraucherschutz/news/who-studie-unkrautvernichter-glyphosat-wahrscheinlich-krebserregend

http://monographs.iarc.fr/ENG/Monographs/vol112/mono112-09.pdf

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/12/monsanto-deutsche-unternehmen-stoppen-glyphosat-verkauf/

www.wiglafjournal.com/pricing/2012/06/monsanto-the-global-glyphosate-market-case-study/

www.bfr.bund.de

http://www.bfr.bund.de/cm/343/160516_WHO_FAO-Gremium%20%28JMPR%29%20bewertet%20Glyphosat%20neu.pdf

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/was-aerzte-ihnen-nicht-erzaehlen/jonathan-benson/mit-aerztin-entlarvt-verbindung-zwischen-glyphosat-gvo-und-der-autismus-epidemie.html

Arte-Doku: Chronisch vergiftet: Monsanto und Glyphosat. https://www.youtube.com/watch?v=3ivpJx3gkMY

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