Wie schlechte Ernährung unsere Laune verdirbt

Unsere Ernährung beeinflusst sehr stark wie wir uns fühlen. Ein einfaches Beispiel ist das sogenannte „Schnitzelkoma“. Nachdem man eine schwere Mahlzeit, wie ein Schnitzel mit Pommes, verzehrt hat, fühlt man sich müde und schlapp. Man befindet sich in einem fast koma-artigem Zustand – dem Schnitzelkoma eben.

Ein anderes Beispiel ist der Ärger und die Aggression, die man verspürt, wenn man lange nichts gegessen hat. Man ist gereizt und das Problem löst sich erst, wenn man den Hunger gestillt hat. Nahrung kann jedoch unsere Laune nicht nur verderben, sondern auch anheben.

Unsere Ernährung und Neurotransmitter

Der Grund dafür ist, dass unsere Nahrung einen direkten Einfluss auf die Produktion von Neurotransmittern in unserem Gehirn hat. Das sind die Botenstoffe im Gehirn, die bestimmen wie wir uns fühlen. Der Neurotransmitter Serotonin hilft uns dabei zu entspannen. Dopamin hingegen, hilft uns dabei fokussierter zu sein. Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, liefert die Bausteine für die Neurotransmitter. Unser Gehirn extrahiert die Nährstoffe von der Nahrung, die es für die Produktion von Neurotransmittern benötigt. Diese regulieren dann im Gegenzug unsere Gefühlslage.

Wenn dem Gehirn nun nicht der Treibstoff geliefert wird, den es benötigt, um die optimale Balance von Neurotransmittern aufrecht zu erhalten, dann kann es zu starken Stimmungsschwankungen und scheinbar niemals enden wollenden schlechten Tagen kommen.

Während Lebensmittel wie Lachs und Avocado, die reich an Omega-3 Fettsäuren sind, unsere Laune anheben, wirken sich minderwertige Nahrungsmittel negativ auf unser Gehirn aus und verderben einem so die Laune.

Wissenschaftliche Studien haben bereits den Zusammenhang zwischen stark verarbeitetem Essen, wie Fast Food und Backwaren, und Depressionen, gesteigerter Aggression, Unruhe und anderen psychischen Krankheiten aufgezeigt.

Auch der Blutzuckerspiegel beeinflusst unseren Gemütszustand. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an zugeführtem Zucker führen zu einem schnellen und starken Anstieg des Blutzuckers. Der darauffolgende „Crash“ des Blutzuckerspiegels wird oft von Kopfschmerzen und Gereiztheit begleitet.

Im Folgenden haben wir euch drei Lebensmittel aufgelistet, die sich negativ auf eure Stimmung auswirken und welche Alternativen ihr stattdessen wählen könnt.

1. Agaven Nektar

Die Werbung lässt einen glauben, dass Agave Nektar ein gesunder natürlicher Süßstoff sein. Durch das Herstellverfahren des kauffertigen Nektars verliert er jedoch jegliche gesunde Eigenschaft. Agave hat tatsächlich den höchsten Anteil an Fruktose aller kommerziellen Süßstoffe. Fruktose ist die schädlichste Form von Zucker und muss von der Leber verstoffwechselt werden.

Gesunde Alternative: Regionaler Bio-Honig.

2. Margarine

Von Margarine sollte man sich fern halten, wenn man seine Stimmung und Gesundheit durch die Ernährung anheben möchte. Margarine enthält Omega-6 Fettsäuren. Diese wirken stark entzündlich im Körper und blocken außerdem die Omega-3 Fettsäuren, welche sich positiv auf unseren Gemütszustand auswirken.

Gesunde Alternative: Butter von der grasgefütterten Kuh.

3. Wurst

Salami, Schinken und andere Wurstarten sind oft vollgepackt mit Geschmacksverstärkern, Zucker und Füll- und Konservierungsstoffen. Diese können zu Migräne, Stimmungsschwankungen und sogar geschwollenen Gelenken führen. Du bist was du isst – vergiss das nicht!

Gesunde Alternative: Wurst selber machen: Hühnchen braten und in dünnen Scheiben aufs Brot legen!

Quellen

Fast-food and commercial baked goods consumption and the risk of depression (Sanchez et al., 2011)

Understanding nutrition, depression and mental illnesses (Sathyanarayana Rao, et al. 2008)

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.